Gründonnerstag

OSTERN ist das wichtigste Fest in der katholischen Kirche. Wir feiern, dass Jesus von den Toten auferstanden ist und den Tod besiegt hat.
Gründonnerstag: „Das letzte Abendmahl“
Karfreitag: „Kreuzigung Jesu“
Karsamstag: „Grabesruhe“
Ostern: „Auferstehung“
Gründonnerstag begehen wir mit unseren Kindern gruppenintern. Wir erinnern uns an „Das letzte Abendmahl“, das Jesus mit seinen Jüngern gefeiert hat und „stellen es in der Gruppe nach“.

Die Erschließung des GRÜNDONNERSTAG beginnt da, wo wir mit den Kindern festlich den Tisch decken, Brot und Wein in ihrer Aussagekraft erfahren, Mahl halten, uns in die Rolle der Jünger Jesu begeben und uns um IHN versammeln.

Wir bereiten einen festlichen Tisch
- In der Mitte des Zimmers breitet die Erzieherin auf dem Boden eine runde
  Tischdeckeaus.
- Jedes Kind legt sein von zu Hause mitgebrachtes Kissen vor die Tischdecke
- Wir überlegen, zu welchen Anlässen wir einen Tisch festlich decken: 
  Geburtstag, Taufe, Hochzeit etc.
- Wir besprechen, wer zu solchen Festen eingeladen wird: Verwandte, Freunde,
  Nachbarn...

Die Gäste unseres Festes sind wir selber. Wir laden uns gegenseitig ein. Die Erzieherin gibt einem Kind eine Einladungskarte. Es legt die Karte auf der Decke ab und gibt seinerseits einem Kind eine derartige „Einladungskarte“.

Wir bereiten Brot und Wein
- Ein in weißes Tuch gehülltes Fladenbrot wird im Kreis weitergereicht.
- Wir legen das Brot sorgsam auf die Tischdecke und fassen uns an der Hand –
  werden rund wie der Brotlaib.
- Ein Krug mit Traubensaft und ein Becher werden gebracht. Ein Kind hält den
  Becher, ein anderes gießt etwas Saft ein. Krug und Becher wandern in der
  Runde.

Die Kinder sollen darauf achten, dass jeder etwas einschenken darf, der Becher erst beim letzten Kind gefüllt ist. (Die Erzieherin erzählt, dass in südlichen Ländern Brot und Wein als Zeichen der Gastfreundschaft angeboten werden.)

Wir versammeln uns als Jesu Freunde, seine Jünger – seine Apostel
- Wir fassen uns an den Händen. Wir sind die Festgesellschaft.
- Die Jesuskerze wird entzündet und in die Mitte des Tisches gestellt.
  Jesus ist es eigentlich,
- der uns einlädt zu seinem Fest.

Die Erzieherin erzählt, dass Jesus mit seinen Freunden, den Jüngern oder Aposteln ein Freundschaftsmahl halten will.
Wir werden zu den Jüngern Jesu.

Jedes Kind erhält eine Wortkarte mit einer durchgezogenen Schnur, worauf der Name eines Jüngers steht und hängt sie um. (Manche Namen werden mehrmals verwendet, der Name Judas fehlt).

Wir stellen uns mit den Apostelnamen vor. (Simeon, Jakobus I, Johannes, Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus II, Taddäus, Petrus, Judas)

Die Erzieherin erzählt von Judas, der Jesus verraten wird und wie Jesus seinen Freunden offenbart, dass das Mahl ein Abschiedsmahl ist, weil die Stunde naht, wo er den Tod am Kreuze sterben muß.

Die Kinder legen mit roten und violetten Bändern ein Kreuz auf den Tisch.

Wir feiern mit Jesus das Abendmahl
Die Erzieherin nimmt das Brot, den Becher mit dem Traubensaft (Wein) in die Hände und sagt: „Jesus nimmt Brot und Wein. Er dankt Gott für Brot und Wein, (Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit) Er bricht das Brot.“
Er spricht: DIES IST MEIN LEIB. ESST ALLE DAVON!
Er nimmt den Becher mit Wein. Er sagt:
DIES IST MEIN BLUT. TRINKT ALLE DARAUS!
TUT DIES, DAMIT IHR MICH NICHT VERGESST.

Die Erzieherin teilt das Fladenbrot in Stückchen und verteilt es an die Kinder.
Die Erzieherin reicht den Becher. Wer möchte, kann daraus einen kleinen Schluck trinken. (Der Becher wird immer wieder mit einem weißen Tuch abgewischt).

Wir fassen uns an den Händen und beten:
JESUS,
IM BROT UND WEIN WILLST DU BEI UNS SEIN,
DEINE LIEBE, DEINE FREUDE, DEIN LEBEN.
WIR DANKEN DIR DAFÜR.
AMEN.

Die Kinder nehmen ihre Einladungs-Tischkarten und malen sie unter leiser Musikbegleitung aus.